Das Jesuitengebäudekomplex am Masaryk-Platz besteht aus dem 1654-1662 erbauten Jesuitenkolleg, der Pfarrkirche des Hl. Franziskus Xaverius und dem aus den Jahren 1724-1729 stammenden Gebäude des Gymnasiums samt dem Theatersaal Reduta.
Die Kirche der Hl. Franziskus Xaverius wurde in den Jahren 1670-1685 von Jan Jeroným Canavel nach dem Projekt von Dominik Orsi erbaut. Im Interieur befinden sich Barockbilder von Jan Jiří Heintsch und Ignác Raab und Plastiken von Ondřej Schweigl. Die letzte Rekonstruierung der Kirche wurde im Jahr 1998 gemacht.
In den Jahren 1724 - 1729 wurde neben der Kirche das Jesuitengymnasium mit einem Theater- und Konzertsaal erbaut. Dieses Barockobjekt Reduta genannt, wurde durch die Sorge der Stadt Uherské Hradiště in den Jahren 1996 - 2001 komplex rekonstruiert und dient heute den Kulturzwecken. Sein Hofplatz ziert ein monumentales Werk des akademischen Bildhauers Otmar Oliva und Steinbildhauers Petr Novák, das „Zu Ehren des Herrn Felix Kandlinsky SJ“ genannt wird.
Die Mariä Verkündigung-Kirche ist ein Bestandteil des Franziskaner Klosterkomplexes. Die Kirche wurde um die Wende des 15./ 16. Jahrhunderts erbaut, von dem ursprünglichen Bau blieb jedoch nach einem radikalen Umbau im 17. und 18. Jh. nur das periphere Mauerwerk vom Kirchenschiff und Presbyterium erhalten. Mit einer umfangreichen Rekonstruktion der bei den Überschwemmungen von 1997 beschädigten Kirche wurde im Jahre 2003 beendigt.
Das Franziskaner Kloster in Ungarisch Hradisch wurde 1491 vom Bischhof Jan Filipec gegründet. Seine barocke Gestalt erhielt es Anfang des 18. Jahrhunderts. Der wichtigste Raum im Kloster ist ein Refektorium, das mit außerordentlichen künstlerischen Ausschmückungen versehen ist, deren Autor ein italienischer Künstler aus dem Kreis von Baldassare Fontana war. Im Frühjahr 2000 wurde eine aufwendige Rekonstruktion dieses Klosters fertiggestellt.
Die Kapelle der Hl. Elisabeth aus Anfang des 15. Jahrhunderts hat ein erhaltenes gotisches Presbyterium mit einem Kreuzgwölbe und äußeren Stützpfeilern. Die barocke Gebäudefront stammt aus dem 17. Jahrhundert, wo die Kapelle umgebaut wurde. Seit einer umfangreichen Rekonstruktion von 1995 ist in der Kapelle eine Apotheke untergebracht.
Die Kapelle des Hl. Sebastian wurde 1715 von der Kaisergarnison als Danksagung für die Abwendung der Pestepidemie erbaut. Im Jahre 1969 wurde sie um ein paar Meter von der ursprünglichen Stelle auf neue Fundamente versetzt.
Die Marien-Pestsäule gehört auch zu jenen Denkmälern, die an Pestepidemien in der Stadt erinnern. Sie wurde in den Jahren 1718-1721 von dem Brünner Bildhauer Antonín Riga erbaut. Den Säulenabschluß bildet die Immaculata-Plastik, auf dem Sockel sind in den Ecken die Statuen von Hl. Carrolus Borromaeus, Franziskus Xaverius, Florianus, Petrus von Alcantara angebracht, an der Frontseite befindet sich die St. Rosalia-Plastik in der Grotte.
Das Gebäude des Hotels Slunce ist das einzige erhaltene Renaissancegebäude in der Stadt, es wurde im Jahre 1578 gebaut. Im 17. und 18. Jahrhundert hat das Haus zu dem Kloster in Velehrad gehört, es wurde hier ein Salzlager errichtet; seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts diente es als Gasthaus und Hotel „Zur goldenen Sonne“ genannt. In den Jahren 2002 - 2003 hat das Haus eine anspruchsvolle Rekonstruktion durchgemacht, deren Ergebnis das heutige Objekt des Hotels und der Einkaufspassage Slunce darstellt.
Die Apotheke zur Goldenen Krone diente ihrem Zweck bereits seit Ende des 17. Jahrhunderts, im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts wurden zwei ursprüngliche, an jener Stelle gestandene Bürgerhäuser im Barockstil umgebaut. Im Jahre 1884 wurden beide mit einer Neurenaissance-Fassade mit Sgraffito-Verzierungen verbunden. Ein im Innenraum erhaltener Teil der Aussmückung - die mit Stukkatur ergänzten Deckenfresken von Josef Igác Sadler sind auf die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückzuführen.
Der Barockbrunnen am Masaryk-Platz wurde im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts von dem Olmützer Bildhauer Václav Render geschaffen. Er ist mit verflochtenen Delphinen verziert und oben mit einem Pinienzapfen abgeschlossen.
Der Barockbrunnen am Marienplatz ist auf das Ende des 17. Jahrhunderts zurückzuführen, sein Autor war Karel Josef Rossi.
Das Gebäude des heutigen Stadtamts am Masaryk-Platz wurde in den Jahren 1891-1893 nach Plänen der Brünner Architekten Vojtěch Dvořák und Karel Welzl von der Stadtsparkasse erbaut. Der Zeremoniesaal ist mit Wandgemälden von Joža Uprka geschmückt, deren Themen sich auf die Geschichte unserer Stadt beziehen.
Das Bürgervereinshaus (Měšťanská beseda), erbaut im Jahre 1871, war in der Vergangenheit Zentrum des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der tschechischen Bevölkerungsschicht in der Stadt. Nach der Rekonstruktion 1994 dient es den Bedürfnissen der 1. Grundschule.
Eine der Dominanten der Stadt ist der schiefe Turm des Alten Rathauses in der Prostřední-Straße. Der Gebäudekern stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. Ende des 15. und Anfang des 16. Jh. wurde das Gebäude umgebaut, im 18. und 19. Jahrhundert weiter adaptiert. Die letzte umfangreiche Rekonstruktion stammt aus dem Jahre 1995.
Das tschechische Gymnasium wurde 1884 gegründet; im folgenden Jahr beendete der Baumeister Josef Schaniak ein neues Gebäude mit Sgraffito-Verzierungen, die bedeutende Repräsentanten wissennschaftlicher Disziplinen des 19. Jahrhunderts darstellen. In den Jahren 1977-1979 wurde die Schule um einen angebauten Pavillon mit Klassenräumen erweitert und durch einen Verbindungsgang mit dem alten Gebäude verbunden. Im Jahre 1999 wurde eine Turnhalle fertiggestellt.
Die Synagoge wurde 1875 in einem historisierenden eklektischen Stil erbaut, 1904 im Jugendstil umgebaut und durch Hinzufügen von einer Kuppel ergänzt. Im zweiten Weltkrieg wurde sie von den Nazis gewaltsam beschädigt. Nach dem Krieg diente sie den Kulturzwecken, seit 1967 ist hier die Bezirksbibliothek untergebracht. Im Jahr 1999 wurde die erste Rekonstruktionsetappe an diesem Objekt abgeschlossen
autor:
Jana Kuncová
poslední změna dokumentu:
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